
Kompetenz in der Pflege – Sicherheit in jeder Situation
Krisensituationen gehören zum Pflegealltag: plötzliche Veränderungen, gesundheitliche Verschlechterungen, Unsicherheiten bei Angehörigen oder emotional aufgeladene Momente. Gerade dann entscheidet die Art der Kommunikation darüber, ob die Situation sich beruhigt oder zusätzlich Spannung entsteht.
Ruhe als erstes Signal
Menschen orientieren sich an dem Verhalten der Pflegekraft. Ein ruhiger Tonfall, klare Worte und langsame Bewegungen vermitteln Sicherheit. Auch kurze Pausen helfen, Gedanken zu sortieren und dem Gegenüber das Gefühl zu geben, gehört zu werden.
Verständnis zeigen, ohne falsche Versprechen
In Krisen begegnen Pflegekräfte häufig Angst, Enttäuschung oder Überforderung. Es ist wichtig, diese Gefühle anzuerkennen, ohne unrealistische Erwartungen zu wecken. Ein Satz wie „Ich sehe, dass Sie sich Sorgen machen“ öffnet Raum für Vertrauen, ohne Grenzen zu überschreiten.
Klar und strukturiert erklären
Informationen verlieren in Krisen schnell ihre Wirkung, wenn sie zu kompliziert oder zu umfangreich sind. Kurze Sätze, einfache Formulierungen und klare Schritte helfen, Orientierung zu schaffen. Wenn Angehörige wissen, was gerade geschieht, können sie besser mit der Situation umgehen.
Grenzen respektvoll kommunizieren
Auch in schwierigen Momenten bleibt der professionelle Rahmen bestehen. Pflegekräfte dürfen nicht alles auffangen, was emotional auf sie einwirkt — und müssen es auch nicht. Freundliche, aber klare Hinweise darauf, was möglich ist und was nicht, schützen beide Seiten.
💡 Fazit
Gute Kommunikation ist in Krisen mehr als Technik: Sie ist Haltung. Wer Ruhe bewahrt, ehrlich bleibt und verständlich spricht, schafft Vertrauen — selbst in Situationen, die herausfordernd sind.
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