Dekubitus früh erkennen – welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten

Viele Menschen verbinden einen Dekubitus zunächst mit einer offenen Wunde. Die ersten Veränderungen können jedoch bereits auftreten, solange die Haut noch geschlossen ist.

Ein Dekubitus entsteht, wenn über längere Zeit Druck auf dieselbe Körperstelle wirkt. Besonders gefährdet sind Menschen, die ihre Sitz- oder Liegeposition nicht selbstständig verändern können.

Welche Körperstellen sind besonders gefährdet?

Druckstellen entstehen häufig dort, wo Knochen direkt unter der Haut liegen. Dazu gehören insbesondere:

  • Fersen
  • Steißbein und Gesäß
  • Hüften
  • Ellenbogen
  • Schulterblätter
  • Hinterkopf

Welche Stellen besonders belastet werden, hängt auch davon ab, ob ein Mensch überwiegend liegt oder sitzt.

Welche frühen Veränderungen sollte man beachten?

Ein beginnender Dekubitus muss noch keine offene Wunde sein. Mögliche Warnzeichen sind:

  • eine anhaltende Rötung oder andere Hautverfärbung
  • eine ungewöhnlich warme oder kalte Hautstelle
  • eine härtere oder weichere Stelle im Vergleich zur Umgebung
  • Schmerzen oder erhöhte Empfindlichkeit
  • ein unangenehmes Druckgefühl

Was ist bei einer auffälligen Hautstelle zu tun?

Die betroffene Stelle sollte sofort von weiterem Druck entlastet werden. Die Person sollte also nicht weiterhin auf diesem Bereich liegen oder sitzen.

Auffällige Veränderungen sollten möglichst früh einer Pflegefachkraft, einer Ärztin oder einem Arzt gezeigt werden.

Bewegung und Druckentlastung

Möglichst viel selbstständige Bewegung kann dazu beitragen, einem Dekubitus vorzubeugen. Ist eigenständige Bewegung nicht möglich, können regelmäßige Veränderungen der Sitz- oder Liegeposition notwendig sein.

Wie häufig ein Positionswechsel erforderlich ist, muss individuell beurteilt werden. Starre Zeitangaben sind nicht für jeden Menschen geeignet.

Hilfsmittel sinnvoll einsetzen

Druckentlastende Matratzen, Sitzkissen und Lagerungshilfen können die Versorgung unterstützen. Sie ersetzen jedoch nicht die regelmäßige Beobachtung der Haut und die Förderung von Bewegung.

Auch Reibung, feuchte Kleidung oder Bettwäsche und Falten in der Unterlage können die Haut zusätzlich belasten.

Drei wichtige Schritte

  • gefährdete Hautstellen regelmäßig beobachten
  • auffällige Bereiche sofort von Druck entlasten
  • Veränderungen frühzeitig fachlich abklären lassen

Ein Dekubitus beginnt nicht erst mit einer sichtbaren offenen Wunde. Gerade kleine Veränderungen können ein wichtiges Warnsignal sein.

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Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische oder pflegefachliche Beurteilung. Auffällige Hautstellen sollten möglichst früh einer Pflegefachkraft, einer Ärztin oder einem Arzt gezeigt werden.