
Delir erkennen – wenn Verwirrtheit plötzlich beginnt
Im Pflegealltag kommt es vor, dass Patient:innen plötzlich verwirrt, unruhig oder auffällig verändert wirken. Gerade in der ambulanten Pflege ist es wichtig, solche Veränderungen früh zu erkennen. Ein Delir entwickelt sich meist rasch und unterscheidet sich deutlich von einer bestehenden Demenz.
Typisch für ein Delir ist der akute Beginn. Orientierung, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung verändern sich innerhalb kurzer Zeit. Betroffene wirken verwirrt, reagieren ungewohnt oder ziehen sich zurück. Auch ein stark wechselnder Zustand im Tagesverlauf kann ein Hinweis sein.
Auslöser gibt es viele. Häufig spielen Infektionen, Flüssigkeitsmangel, Schmerzen, Medikamente oder eine akute Belastungssituation eine Rolle. Auch Krankenhausaufenthalte oder neue Medikamente können ein Delir begünstigen.
In der ambulanten Pflege ist genaue Beobachtung entscheidend. Veränderungen im Verhalten, Schlaf-Wach-Rhythmus oder in der Kommunikation sollten ernst genommen und dokumentiert werden. Wichtig ist der Vergleich mit dem gewohnten Zustand der Person.
Bei Verdacht auf ein Delir ist zeitnahes Handeln notwendig. Die Information an Ärzt:innen oder verantwortliche Stellen hilft, Ursachen abzuklären und weitere Risiken zu vermeiden.
💡 Fazit:
Ein Delir ist ein medizinischer Notfall. Wer früh erkennt, aufmerksam beobachtet und klar kommuniziert, trägt wesentlich zur Sicherheit der Patient:innen bei.
📞 Rückfragen: (0681) 309 868-0


