
Schmerz richtig einschätzen – Beobachtung und Dokumentation in der Tour
Schmerz gehört für viele Patient:innen zum Alltag – wird aber nicht immer klar benannt. Gerade in der ambulanten Pflege ist es entscheidend, Veränderungen früh zu erkennen und richtig einzuordnen. Eine gute Schmerzeinschätzung beginnt nicht bei Zahlen, sondern bei genauer Beobachtung.
Viele ältere Menschen sprechen Schmerzen nur zögerlich an. Manche möchten nicht klagen, andere können ihre Beschwerden nicht klar beschreiben. Umso wichtiger ist es, auf nonverbale Signale zu achten: Schonhaltungen, veränderte Bewegungen, Unruhe, Rückzug oder ein angespannter Gesichtsausdruck.
Schmerzskalen können helfen, eine erste Orientierung zu bekommen, ersetzen aber nicht das professionelle Urteil. Entscheidend ist der Vergleich: Hat sich etwas verändert? Ist der Schmerz neu, stärker oder anders als gewohnt?
Eine klare, sachliche Dokumentation ist dabei unerlässlich. Beschrieben werden sollten beobachtbare Fakten, nicht Vermutungen. So werden Informationen für Ärzt:innen und Kolleg:innen nachvollziehbar und nutzbar.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern sogenannte Warnzeichen: plötzlich starke Schmerzen, Fieber, Verwirrtheit oder eine rasche Verschlechterung des Zustands. In solchen Fällen ist eine zeitnahe Rückmeldung wichtig.
💡 Fazit:
Aufmerksame Beobachtung und klare Dokumentation sind zentrale Elemente einer sicheren Schmerzversorgung im ambulanten Pflegealltag.
📞 Kontakt: (0681) 309 868-0


