
Datenschutz und Schweigepflicht in der ambulanten Pflege – sicher im Alltag
Datenschutz ist im Pflegealltag kein abstraktes Thema, sondern tägliche Praxis. Pflegekräfte arbeiten mit sensiblen Informationen: Gesundheitsdaten, familiäre Situationen, persönliche Gewohnheiten. Ein sicherer Umgang damit schützt nicht nur Klient:innen, sondern auch die Pflegekräfte selbst.
Vertraulichkeit beginnt im Kleinen
Schon kurze Gespräche im Treppenhaus, offene Unterlagen im Auto oder Nachrichten auf dem privaten Smartphone können problematisch sein. Schweigepflicht gilt immer – unabhängig davon, wie gut man Angehörige kennt oder wie routiniert der Alltag erscheint.
Digitale Kommunikation bewusst nutzen
Messenger-Dienste, Fotos oder Sprachnachrichten erleichtern die Arbeit, bergen aber Risiken. Wichtig ist, nur freigegebene Systeme zu nutzen und Informationen so knapp wie möglich weiterzugeben. Was nicht notwendig ist, sollte nicht geteilt werden.
Dokumentation sicher handhaben
Pflegedokumente gehören nicht offen in die Öffentlichkeit. Auch zu Hause oder unterwegs gilt: Unterlagen schützen, Bildschirme sperren, Zugangsdaten nicht weitergeben. Sorgfalt im Umgang mit Daten ist Teil professioneller Pflege.
Gespräche mit Angehörigen
Angehörige haben viele Fragen – und das ist verständlich. Dennoch dürfen Informationen nur im rechtlich zulässigen Rahmen weitergegeben werden. Klare, ruhige Erklärungen helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen zu erhalten.
💡 Fazit
Datenschutz und Schweigepflicht sind keine Zusatzaufgaben, sondern Grundlage professionellen Handelns. Wer bewusst mit Informationen umgeht, schafft Sicherheit – für Patient:innen und für sich selbst.
📞 Rückfragen: (0681) 309 868-0


